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Depression erkennen und bekämpfen

Depressionen - Definition und Beschreibung

Inzwischen leiden viele Menschen vorübergehend oder regelmäßig an depressiven Phasen. Depressionen betreffen Menschen jeden Geschlechts, jeden Alters und jeder sozialen Schicht vom Schüler bis zum Rentner, vom Arbeitslosen bis zum Beamten oder leitenden Angestellten. Schätzungen zufolge ist ungefähr die Hälfte aller Bundesbürger selbst erkrankt oder hat kranke Freunde bzw. Familienmitglieder. 

Der Begriff leitet sich vom Lateinischen „deprimere“ von herabdrücken ab und kennzeichnet gleichzeitig die Krankheit, welche mit einer massiv niedergedrückten Stimmungslage einhergeht. Die Depression sollte ernst genommen werden, denn ungefähr 10 Prozent der schwer Depressiven bringen sich um.

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Ursachen und Symptome einer Depression

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Die Depression hat meist eine lange Vorgeschichte. Viele Betroffenen verbergen ihre Krankheit gut, so dass Außenstehende zu Beginn gar nichts davon merken. Die Kranken lenken sich durch eine vermehrte Aktivität ab, sie reden viel, wirken hektisch und übereifrig. Depressionen und ihre Folgen entwickeln sich schleichend. Übelkeit und Appetitlosigkeit, schlechter Schlaf und ständiges negatives Denken sind erste Anzeichen. Viele Betroffene verlieren ihr Selbstwertgefühl innerhalb kürzester Zeit. Sie sehen schwarz und halten sich schuldig für alles, was passiert.

Die Ursachen von Depressionen sind vielgestaltig:

  • Überforderung
  • persönliche Krisen (Arbeitslosigkeit, Scheidung, Zukunftsangst, Finanzprobleme)
  • Kinder mit nur einem Elternteil
  • schlechte Schulnoten, schlechte Arbeitsleistung
  • Minderung des Selbstwertgefühls (z. B. durch schlechte Behandlung)
  • Mobbing
  • Alkohol-, Drogenmissbrauch – auch Entzugserscheinungen
  • Zwangserkrankungen
  • Angsterkrankungen
  • chronische Schmerzen
  • Borderline-Störung

Detailinformationen zum Thema Depression - Ursachen und Symptome

 

Diagnose und Verlauf bei Depression

Depressionen sind nicht nur vorübergehende Zustände, bei denen es dem Betroffenen „schlecht geht“. Sie können Wochen, Monate und sogar Jahre dauern. Depressive Menschen fühlen sich innerlich leer und gefühllos. Manche denken, sie tragen an allem Schuld oder gelten als Versager.

Depressive Menschen kann man an olgenden Zeichen erkennen:

  • haben einen ernsten, starren Gesichtsausdruck
  • starren vor sich hin
  • sprechen leise, langsam, klingen eintönig
  • bewegen sich kaum, kraftlos, langsam, unmotiviert
  • hängende Schultern, gebeugter Gang, eingezogener Kopf 
  • scheinen sich über nichts zu freuen
  • wirken traurig, bedrückt, verzweifelt
  • fühlen sich elend
  • fühlen sich minderwertig und wertlos
  • haben Angst vor dem Leben 
  •  hilflos, hoffnungslos, wollen sich verkriechen
  • Selbstmordgedanken
  • Leben scheint sinnlos
  • sehen alles negativ
  • Hemmungen
  • Schuldgefühle
  • Verlust der Interessen 
  • schwindendes Selbstwertgefühl 
  • Gefühlslosigkeit
  • unruhig, wirken getrieben
  • Appetitverlust oder Heißhunger (vor allem auf Süßes, Salziges)
  • Enge, Druck auf der Brust
  • schwere, keuchende oder flache, kaum spürbare Atmung
  • entzündete Augen, schlechtes Sehen (ohne nachweisbare Ursache)
  • Lichtüberempfindlichkeit der Augen
  • Schmerzen beim Wasserlassen, oft Harndrang, Reizblase
  • Ein- und Durchschlafstörungen, plötzliches Aufwachen, häufig Alpträume
  • gesteigertes Schlafbedürfnis (Flucht vor dem Alltag)
  • zeitige Aufwachen und Startschwierigkeiten am Morgen
  •  Stechen, Druck, Brennen im Herzen
  • Herzklopfen, Herzrasen
  • Kloß oder Engegefühl im Hals
  • Druck auf den Ohren, Ohrgeräusche, Schmerzen
  • grundlos schlechtes Hörvermögen
  • trockener, brennender Mund 
  • „weiche Knie“, Schwindelanfälle
  • Blutdruck grundlos erhöht
  • Verspannungen, Druck, diffuse Schmerzen in Kopf-, Schulter-, Nackenbereich
  • Brechreiz, Erbrechen, Übelkeit, Sodbrennen, Magendruck
  • Blähungen verstärkt, häufig Durchfall oder Verstopfung
  • Verdauungsprobleme, Magendruck, Völlegefühl
  • Hitzewallungen, Kälteschauer, erhöhte Temperaturempfindlichkeit
  • Zittern
  • schnelles Erröten
  • kalte Hände oder Füße
  • Blutdruckschwankungen
  • grundlos Zahnschmerzen, Gefühl, dass Gebiss schlecht sitzt
  • Zähneknirschen oder „Zusammenbeißen“
  • fehlende Lust auf Sex
  • Selbstverletzung
  • Entscheidungsunlust
  • Angst, immer dümmer zu werden
  • Gefühl, ausgebrannt zu sein
  • kein Zeitgefühl mehr
  • Angst vor unheilbarer Krankheit 


Nicht jedes Symptom tritt bei jedem Erkrankten gleichermaßen auf. Die Intensität kann schwanken, ein Symptom ist nur zeitweise ausgeprägt, ein anderes dauert länger an. Bei einer Depression muss der Mensch als Ganzes gesehen werden, da sich die psychische Erkrankung auf den gesamten Organismus deutlich auswirken kann.

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Allgemein bekannte Behandlungsmethoden bei Depressionen

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Je früher den Betroffenen geholfen wird, desto besser. Haben Sie keine falsche Scham oder Angst, sich ihrem Arzt anzuvertrauen. Depressionen sind häufiger, als Sie denken. Und Sie müssen damit auch nicht in „die Klapse“ oder gelten als verrückt, wenn Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Neben Gesprächs- und Gruppentherapien werden entsprechende Medikamente verordnet. Ist die Depression Folge einer anderen Erkrankung, so muss zunächst die Ursache behandelt werden. Medikamente, die Ihnen verordnet werden, sollten Sie niemals selbst absetzen. Nehmen Sie sonst noch Arznei, dann teilen Sie das Ihrem Arzt unbedingt mit, weil manche Medikamente sich gegenseitig in der Wirkung beeinträchtigen und diese sogar aufheben können. Eine Depression beeinflusst das gesamte Leben. Deshalb ist es sinnvoll, Situationen möglichst zu vermeiden, die ein erneutes Aufflammen zur Folge haben könnten. 


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